Revision von KVV und KLV: mfe kritisiert ein zu komplexes Projekt

Im Rahmen der bundesrätlichen Massnahmen zur Kostendämpfung im Medikamentenbereich wird eine Revision der Krankenversicherungsverordnung (KVV) und der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) vorgeschlagen. Das Vorhaben steht im Kontext eines zunehmenden politischen Drucks zur Begrenzung der Gesundheitskosten.

mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz lehnt die Vorlage in ihrer aktuellen Form insgesamt ab. Zwar ist das Ziel der Kostendämpfung berechtigt, die vorgeschlagenen Massnahmen führen jedoch zu einer erheblichen Komplexität ohne nachgewiesenen Nutzen und gefährden den Zugang zu Medikamenten sowie die Qualität der Versorgung.

Kritisch beurteilt mfe insbesondere:

  • den steigenden administrativen Aufwand in den Arztpraxen,
  • Preis- und Vergütungsmechanismen, die von der klinischen Realität abgekoppelt sind,
  • das Risiko eines Rückzugs von Medikamenten vom Schweizer Markt,
  • eine höhere Kostenbelastung für Patientinnen und Patienten mit möglichen Ungleichheiten beim Zugang zur Versorgung.

Für mfe muss die Vorlage grundlegend überarbeitet werden, um ein Gleichgewicht zwischen Kostendämpfung, Zugang zu Therapien und Versorgungsqualität sicherzustellen.

Gesamte Stellungnahme mfe (nur in Französisch)