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Die medizinischen Grundversorgung steht zunehmend unter Druck. Die aktuelle Workforce-Studie zeigt deutlich: In der Schweiz fehlen bereits heute massiv Haus- und Kinderärzt:innen. Gleichzeitig wächst und altert die Bevölkerung, und viele Praxen stossen an ihre Kapazitätsgrenzen.
Für mfe ist klar: Es braucht deutlich mehr, und insbesondere in der Schweiz ausgebildete, Ärzt:innen – und ein grösserer Anteil davon muss sich für die Haus- und Kinderarztmedizin entscheiden. Nur so lässt sich die Versorgung der Bevölkerung langfristig sichern.
Eine starke Grundversorgung ist zentral für ein funktionierendes und finanzierbares Gesundheitssystem. Sie ermöglicht eine koordinierte, qualitativ hochwertige Behandlung und verhindert unnötige Notfallkonsultationen und Hospitalisationen. Entsprechend muss die Nachwuchsförderung konsequent gestärkt und gesundheitspolitisch priorisiert werden.
In der Nachwuchsförderung liegen zentrale Hebel, die unbedingt genutzt werden müssen. Ohne gezielte Nachwuchsförderung ist die Grundversorgung ernsthaft gefährdet.
Grundlegend ist eine ausreichende Anzahl von Studienplätzen. Weiter ist der frühzeitige Kontakt der Studierenden zur Grundversorgung zentral. Die Haus- und Kinderarztmedizin muss im Medizinstudium ab Beginn sichtbar und attraktiv sein.
Praktika im Studium und Praxisassistenz in der Weiterbildung verstärken diesen Kontakt. Auf allen Ebenen muss die Praxisassistenz gefördert werden: in den Weiterbildungsverordnungen, bei der Schaffung guter Angebote sowie durch attraktive Rahmenbedingungen für die Weiterbildungspraxen.
Auch im Alltag der Grundversorgenden kann positiv gewirkt werden. Zum einen lohnt sich die Stärkung von Gruppenpraxismodellen. Sie bieten flexiblere Arbeitszeiten, eine bessere interne Zusammenarbeit und eine Entlastung im Praxisalltag. Doch auch unabhängig von der Praxisstruktur bestehen grosse Potenziale: Beispielsweise muss unnötige Bürokratielast abgebaut werden. Dazu müssen moderne digitale Lösungen her, die unkompliziert, praxisnah und sicher gestaltet sind.
Die Workforce-Studie 2025 bestätigt dieses Bild und zeigt bedenkliche Tendenzen auf. Bis 2030 müssen rund ein Drittel der heute tätigen Grundversorgenden ersetzt werden. Zudem sinkt die Workforce pro Fachperson.
2024 hat mfe zusammen mit seinen Partnerverbänden zur Nachwuchsförderung vier Forderungen formuliert und die Petition «Mehr Haus- und Kinderärzt:innen ausbilden – damit es auch morgen noch eine Grundversorgung gibt!» lanciert.
mfe arbeitet eng mit den Jungen Haus- und KinderärztInnen Schweiz (JHaS) zusammen. Gemeinsam vertreten wir die Interessen der nächsten Generation von Grundversorgern und setzen dort an, wo Nachwuchsförderung wirklich Sinn macht.
Wollen Sie eine weitere Stufe Ihrer Karriereleiter erklimmen oder suchen eine neue Herausforderung? Schauen Sie beim Stellenportal der JHaS vorbei:
Seit Jahren findet das Thema Nachwuchs auch immer wieder im politischen Online-Magazin «Standpunkte» von mfe Platz. Im Magazin finden Sie spannende weiter Inhalte und verschiedene Perspektiven zu diesem und vielen weiteren Themen.
mfe organisiert regelmässig Praxisführungsseminare für junge Haus- und Kinderärzt:innen, die neu selbständig sind und/oder eine Praxis eröffnen wollen.
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