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Die Schweizer Gesundheitspolitik steht vor zentralen Weichenstellungen: Der steigende Versorgungsbedarf, der Zugang zur medizinischen Versorgung und die Kostenentwicklung, müssen gemeinsam gedacht werden.
Eine starke Haus- und Kinderarztmedizin ist dabei entscheidend. Sie sichert den niederschwelligen Zugang für die ganze Bevölkerung, koordiniert die Behandlung und trägt wesentlich zu einer qualitativ hochwertigen und effizienten Versorgung bei.
mfe setzt sich dafür ein, die Haus- und Kinderarztmedizin gezielt zu stärken – als tragenden Pfeiler eines zukunftsfähigen Gesundheitssystems.
Die Lösung liegt auf der Hand: Ein hausarztbasiertes Gesundheitssystem, das günstiger arbeitet und qualitativ beste Resultate erzielt.
Eine Untersuchung des Institutes für Hausarztmedizin Zürich zeigt, dass in der Hausarztpraxis 94,3% aller Gesundheitsprobleme behandelt werden können – selbständig, abschliessend und kostengünstig auch in komplexesten Situationen. Das heisst, dass nur gerade 5,7% der gesundheitlichen Probleme einen Spezialisten oder ein Spital benötigen. Hinzu kommt, dass die medizinischen Grundversorger nur 6.25% der Gesundheitskosten (BFS, Statistik der Kosten und der Finanzierung des Gesundheitswesens 2023) generieren.
Hausarztmedizin ist der Schlüssel.

Dem gegenüber steht die Tatsache, dass bis 2030 fast ein Viertel der aktuell tätigen Hausärzt:innen ersetzt werden müssen, um die ideale Versorgung von einer Hausärztin für 1'000 Einwohner:innen zu erreichen. Bis 2035 sogar 40 Prozent. Dies zeigt die «Work Force Studie 2025» des universitären Zentrums für Hausarztmedizin beider Basel. Die alle fünf Jahre im Auftrag von mfe durchgeführte Erhebung prognostiziert massive Versorgungslücken.
Langfristig gesehen müssen deutlich mehr Ärzt:innen ausgebildet und die Studiengänge für Haus und Kinderärzt:innen durch die Kantone gezielt gefördert werden. Der Stellenwert der Haus- und Kinderarztmedizin muss deutlich erhöht werden, beispielsweise mit mehr Praxisbezug in der Aus- und Weiterbildung. Zudem kann durch den intelligenten Einsatz von digitalen Prozessen der hohe administrative Aufwand abgebaut werden - für mehr Fokus auf die Behandlung der Patient:innen.
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