Kosten- und Qualitätsziele: Grundversorgung stärken statt sektorielle Kostenziele schaffen

mfe unterstützt das Ziel, die Transparenz über die Entwicklung der OKP-Kosten zu verbessern und nachgewiesene Ineffizienzen abzubauen. Kostenziele müssen jedoch Orientierungs- und Analyseinstrumente bleiben und dürfen nicht zu sektoriellen Deckelungen oder Ausgabenobergrenzen werden.

Für mfe muss Effizienz aus einer Gesamtsystemperspektive beurteilt werden. Leistungsverschiebungen zwischen Sektoren und Gesundheitsberufen sowie Qualität und Zugang zur Versorgung müssen berücksichtigt werden. Höhere Ausgaben in einem Bereich können gerechtfertigt sein, wenn dadurch Kosten in anderen Bereichen vermieden werden.

mfe fordert insbesondere, die zentrale Rolle der Haus- und Kinderarztmedizin anzuerkennen: Die Stärkung der medizinischen Grundversorgung und die Wahl des jeweils angemessenen Versorgungssettings sind entscheidende Hebel für eine qualitativ hochwertige und effiziente Versorgung.

Schliesslich müssen die Unsicherheiten des Modells, insbesondere bei den Effizienzpotenzialen, ernst genommen werden. Eine Überschreitung eines Kostenziels muss zu einer Analyse der Ursachen und nicht zu automatischen Korrekturmassnahmen führen.

Gesamte Stellungnahme (nur in Französisch)