Rolle des Hausarztes
Ein Hausarzt ist für den Patienten meist die erste Anlaufstelle bei medizinischen Problemen; bei gewissen Versicherungsmodellen (Hausarztmodell) ist er sogar zwingend die erste Anlaufstelle. Die Rolle des Hausarztes wird deshalb oft auch mit der „Gatekeeper“-Funktion umschrieben: Wenn nötig, veranlasst der Hausarzt nach ersten eigenen Abklärungen die Überweisung zum Spezialisten oder ins Spital. In weitaus den meisten Fällen kann er das gesundheitliche Problem aber alleine lösen.
Ein zentraler Aspekt für das Verhältnis zwischen Hausarzt und Patient ist die Vertrauensbeziehung. Oft kennt der Arzt „seinen“ Patienten seit Jahren oder gar Jahrzehnten. Akute Beschwerden kann er deshalb in Zusammenhang zu früheren Krankheiten setzen und sich dadurch ein Gesamtbild vom gesundheitlichen Zustand seines Patienten verschaffen. Diese Möglichkeiten hat der Spezialist kaum.
Durch eine gewisse Kenntnis der persönlichen Situation und das Vertrauen der Patienten aufgrund des jahrelangen Kontaktes können Hausärzte mitunter auch bei persönlichen Problemen oder Konflikten einen besseren Zugang zum Patienten haben als manche Spezialisten.
Bei akuten, schweren Erkrankungen sind viele Hausärzte auch heute noch bereit zu Hausbesuchen.
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